Praxistips

Entspanntes Gewehrtragen

 


Die Texte sind nur zur privaten Verwendung bestimmt, das Copyright liegt beim Autor Dr. Reinald von Meurers. Veröffentlichung nur mit Zustimmung des Autors!

 

Gewehr vor Brust = bessere Lastverteilung am Rucksack

Beim Militär hat sich schon seit langem das Tragen der Waffe vor dem Körper eingebürgert. In den Tragegurten der Armeerucksäcke sind meistens Schlaufen oder Haken dazu vorgesehen.
Neben der besseren Gewichtsverteilung wird auch die Schultermuskulatur entlastet. Das Gewicht des Gewehres zieht den Rucksack noch vorn, der Druck verteilt sich gleichmäßig auf den vorderen und hinteren Teil des Rucksackriemens.
Leicht kann man diese bequeme Trageweise im jagdlichen Einsatz nachvollziehen und den Rucksack ändern. Man hält das Gewehr quer vor die Brust und sucht sich die günstigsten Punkten am Riemen des Rucksacks aus, um eine rund 10 Zentimeter Umfang messende Schlaufe auf den linken und einen rund 40 Zentimeter langen Spannriemen auf den rechten Riemen aufzunähen. Je nach Körpergröße und Rucksack liegt dieser Ort unterschiedlich ungefähr 25
Zentimeter vom oberen Ansatzpunkt am Rucksack entfernt. Die rechte Schlaufe wird so genäht, daß das Spannschloß oben liegt und der Riemen nach 10 Zentimetern befestigt ist. Der untere Teil des Gurtes ist rund 30 Zentimeter lang. Da die Rucksackriemen aus schwerem, meist mehrlagigem Material bestehen, braucht man eine Ahle dazu.

Den mindestens 80 Zentimeter langen Schnallengurt findet man preisgünstig im Ausrüstungsgeschäft für gebrauchte Militärausrüstung, man schneidet für die linke Schlaufe ein 25 Zentimeter langes Stück ab, dessen Enden man zum Schutz vor Auffasern mit der Flamme einer Kerze oder eines Feuerzeuges verschweißt.

Das Gewehr wird mit dem Lauf und Vorderschaft in die linke Schlaufe geschoben, rechts zieht man die große Schlaufe über den Kolben und verringert mit dem Spannschloß den Durchmesser der Schlaufe.

Durch die Schwerkraft kann sich das aufrecht eingesteckte Gewehr bei aufgesetztem Zielfernrohr nach unten drehen. Das bedeutet eventuell ein Drücken des Kammerstengelgriffs auf die Brust.
Falls dies stört, kann eine zweite kurze Schlaufe über dem linken Gurt angebracht werden, die hinter den Kammerstengel gehakt wird und ein Umkippen der Waffe verhindert. Eventuell müssen die Schlaufen bei großem Glas tiefer liegen.

Nun haben Sie eine einfache Vorrichtung, um die Waffe lange ohne Ermüdung tragen zu können, zusätzlich verteilt sich das Gewicht des Rucksacks durch den Zug des Waffengewichts angenehm über eine größere Strecke der Rucksackriemen nach vorn !