|
Gewehr vor Brust = bessere Lastverteilung am Rucksack
Beim Militär hat sich schon seit langem das Tragen der Waffe vor
dem Körper eingebürgert. In den Tragegurten der
Armeerucksäcke sind meistens Schlaufen oder Haken dazu vorgesehen.
Neben der besseren Gewichtsverteilung wird auch die
Schultermuskulatur entlastet. Das Gewicht des Gewehres zieht den
Rucksack noch vorn, der Druck verteilt sich gleichmäßig
auf den vorderen und hinteren Teil des Rucksackriemens.
Leicht kann man diese bequeme Trageweise im jagdlichen Einsatz
nachvollziehen und den Rucksack ändern. Man hält das Gewehr
quer vor die Brust und sucht sich die günstigsten Punkten am
Riemen des Rucksacks aus, um eine rund 10 Zentimeter Umfang messende
Schlaufe auf den linken und einen rund 40 Zentimeter langen
Spannriemen auf den rechten Riemen aufzunähen. Je nach
Körpergröße und Rucksack liegt dieser Ort
unterschiedlich ungefähr 25
Zentimeter vom oberen Ansatzpunkt am Rucksack entfernt. Die rechte
Schlaufe wird so genäht, daß das Spannschloß oben
liegt und der Riemen nach 10 Zentimetern befestigt ist. Der untere
Teil des Gurtes ist rund 30 Zentimeter lang. Da die Rucksackriemen
aus schwerem, meist mehrlagigem Material bestehen, braucht man eine
Ahle dazu.
Den mindestens 80 Zentimeter langen Schnallengurt findet man
preisgünstig im Ausrüstungsgeschäft für
gebrauchte Militärausrüstung, man schneidet für die
linke Schlaufe ein 25 Zentimeter langes Stück ab, dessen Enden
man zum Schutz vor Auffasern mit der Flamme einer Kerze oder eines
Feuerzeuges verschweißt.
Das Gewehr wird mit dem Lauf und Vorderschaft in die linke Schlaufe
geschoben, rechts zieht man die große Schlaufe über den
Kolben und verringert mit dem Spannschloß den Durchmesser der
Schlaufe.
Durch die Schwerkraft kann sich das aufrecht eingesteckte Gewehr bei
aufgesetztem Zielfernrohr nach unten drehen. Das bedeutet eventuell
ein Drücken des Kammerstengelgriffs auf die Brust.
Falls dies stört, kann eine zweite kurze Schlaufe über dem
linken Gurt angebracht werden, die hinter den Kammerstengel gehakt
wird und ein Umkippen der Waffe verhindert. Eventuell müssen die
Schlaufen bei großem Glas tiefer liegen.
Nun haben Sie eine einfache Vorrichtung, um die Waffe lange ohne
Ermüdung tragen zu können, zusätzlich verteilt sich
das Gewicht des Rucksacks durch den Zug des Waffengewichts angenehm
über eine größere Strecke der Rucksackriemen nach
vorn ! |