Praxistips

Wildbret als schmackhafter, energiereicher Handvorrat.


Die Texte sind nur zur privaten Verwendung bestimmt, das Copyright liegt beim Autor Dr. Reinald von Meurers. Veröffentlichung nur mit Zustimmung des Autors!

 

Man braucht für strapaziöse Bergtouren keine teuren, mehr oder weniger geschmacklosen, gefriergetrocknete Fertiggerichte einzukaufen, sondern kann sich leicht eine schmackhafte, hochkalorige Nahrung selber bereiten.

Das magische Stichwort lautet Pemmikan, eine von den Indianern abgeschaute Spezialität.

Was braucht man:

    Ein Pfund getrocknetes Wildbret, ein Pfund Schmalz, ein halbes Pfund getrocknete Aprikosen, Salz und Pfeffer, Bienenwachs und Windeltuch.

Man schneidet das Wildbret in dünne, höchstens fünf Zentimeter breite Streifen und mariniert es während einer Stunde in einer Lake aus 5 Litern Wasser und einer Tasse Salz, plus Kräuter und zerstoßene Lorbeerblätter sowie Wacholderbeeren nach Geschmack.
Dann trocknet man die Streifen des so gewürzten Wildbrets an der Luft, im Dörrgerät oder im Ofen. Dort wird es bei rund 90 Grad und offener Ofentür über acht Stunden belassen.
Das Dörrfleisch wird mit den getrockneten Früchten im Mörser oder Küchengerät zerstoßen oder zerbröselt. Diese Mischung wird mit dem Schmalz vermengt und mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Nun formt man zweifingerbreite und fingerlange Stäbchen aus der Masse, umwickelt sie mit Stücken einer Babywindel oder anderem feinmaschigem, lockerem Gewebe und taucht sie in flüssiges Wachs und anschließend in kaltes Wasser.
Nach dem Abschrecken hat man wetterfest und fliegensicher verpackte, hochenergetische Nahrung mit Mineralstoffen und Vitaminen, die auch schmeckt.
Man knabbert sie roh oder kocht das Pemmikan zu einem Brei oder zu einer schmackhaften Suppe auf.